Damit Testamente nicht verschwinden und nach dem Tod des Erblassers auffindbar sind, sollten diese unbedingt in amtliche Verwahrung gegeben werden. Durch die amtliche Verwahrung ist sichergestellt, dass die Verfügung beim Tode des Erblassers eröffnet wird. Bei der Errichtung einer letztwilligen Verfügung vor einem Notar gelangt diese automatisch in die amtliche Verwahrung. Die Kosten für die Hinterlegung des Testaments beim Nachlassgericht richten sich nach der GKG. Die Gebühr hierfür ist relativ gering.

Bei einer amtlichen Verwahrung erfolgt seit 2012 eine Registrierung an das zentrale Testamentsregister in Berlin. Das Nachlassgericht wird im Erbfall dort nach registrierten Testamenten fragen und diese bei positiver Auskunft anfordern. Damit ist sichergestellt, dass die letztwillige Verfügung auch tatsächlich eröffnet wird.
Die Verwahrung zu Hause ist möglich, aber sehr unsicher. Wer sicher gehen will, dass das Testament gefunden und eröffnet wird, damit also sein letzter Wille geschehe, kann eine Mehrfertigung des Testamentes anfertigen lassen und der Person übergeben, die durch das Testament begünstigt ist.