Der Erblasser kann in einer Verfügung von Todes wegen einen Verwandten oder den Ehegatten von der gesetzlichen Erbfolge ausschließen, ohne weitere Bestimmungen über die Erbfolge zu treffen (§ 1938 BGB).

Zu beachten ist, dass keine Enterbung der Abkömmlinge des Enterbten automatisch eintritt. Denn eine Enterbung einer bestimmten Person erstreckt sich in der Regel nicht auf deren Abkömmlinge; diese treten vielmehr an die Stelle des Ausgeschlossenen, wenn nicht in dem Testament auch der Ausschluss der Abkömmlinge genannt ist oder im Wege der Auslegung auch dieser Wille zu entnehmen ist. Durch die Enterbung können Ehegatten, Abkömmlinge, unter bestimmten Voraussetzungen auch Enkel und Eltern, einen Pflichtteilsanspruch geltend machen.