Mit einem gemeinschaftlichen Testament können Eheleuten oder Partnern einer eingetragenen gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft ihren Nachlass gemeinsam planen. Für Verwandte oder Freunde des Erblassers ist dies nicht möglich; ein solches Testament wäre unwirksam.

Das gemeinschaftliche privatschriftliche Testament muss von einem Ehepartner/Lebenspartner vollständig handschriftlich geschrieben werden. Der andere Ehepartner/Lebenspartner unterzeichnet den Text dann, gegebenenfalls mit dem Zusatz, er sehe dies auch als sein Testament an.

Beim gemeinschaftlichen Testament muss sich der überlebende Ehegatte/Lebenspartner an bestimmte Regelungen halten. Besteht eine solche Bindungswirkung, kann der Überlebende das Testament nicht mehr ändern. Das Berliner Testament ist ein besonderes gemeinschaftliches Testament, mit dem sich die beiden  Ehegatten sich wechselseitig zu Erben einsetzen und Schlusserben einsetzen.