Universalsukzession

Auch Gesamtrechtsnachfolge genannt: Ein Erbe tritt mit dem Erbfall in sämtliche Rechte und Pflichten des Erblassers ein.

Das Vermögen (Erbschaft) geht als Ganzes auf den oder die Erben über (§ 1922 BGB).

Untervermächtnis

Mit dem Untervermächtnis wird das eigentliche Vermächtnis, das Hauptvermächtnis, belastet.

Erhält Person A testamentarisch 20.000 €, wobei gleichzeitig bestimmt ist, dass Person B davon 5.000 € verlangen kann, ist Person A Hauptvermächtnisnehmer und Person B Untervermächtnisnehmer.

Unzulänglichkeitseinrede

(formal korrekte Bezeichnung: Dürftigkeitseinrede § 1990 BGB).

Reicht der Nachlass für die Erfüllung der Nachlassverbindlichkeiten nicht aus und ist sein Bestand so gering, dass Nachlassverwaltung oder Nachlassinsolvenz abgelehnt wurden, weil Nachlass zur Abdeckung wenigstens der Verfahrenskosten, kann sich der Erbe auf die Dürftigkeit des Nachlasses berufen.

Er muss dann den Nachlass an den/ die Nachlassgläubiger herausgeben und kann so die Haftung für Nachlassverbindlichkeiten auf den Nachlass beschränken. Er haftet dann nicht mit seinem Privatvermögen.