Die Nachlassverwaltung ist eine der dem Erben zur Verfügung stehenden Wege, um seine Haftung für Nachlassverbindlichkeiten auf den Nachlass zu beschränken und einen Zugriff von Nachlassgläubigern auf sein eigenes Vermögen zu verhindern.

Prinzipiell bieten sich drei Verfahren zur Haftungsbeschränkung an.

Die Nachlassverwaltung wird auf Antrag vom Nachlassgericht angeordnet. Den Antrag hierfür können sowohl Erben als auch Gläubiger stellen. Sinn des Verfahrens ist die Befriedigung der Ansprüche  der Nachlassgläubiger. Nach Sicherstellung und Ermittlung der Vermögenswerte können berechtigte Gläubigerforderungen ausgeglichen und etwaige verbliebene Vermögensüberschüsse an die Erben übergeben werden.